Das Toxoplasmose-Zentrum dient als Referenzzentrum in der Erforschung dieser Krankheit, die besonders in der Schwangerschaft für das ungeborene Kind gefährlich ist, da sie häufig zur Augenkrankheiten führt. Weitere Risikogruppen sind immungeschwächte Personen und Personen, die sich einer Transplantation unterzogen haben. Ein interdisziplinäres Ärzteteam behandelt die Patienten und berät Ärzte, die sich mit diesbezüglichen Fragen an das Labor richten. Im Labor werden spezifische Untersuchungen im Zusammenhang mit der Toxoplasmose-Diagnostik durchgeführt: Sabin-Feldman -Test, Komplement-Fixationstest mit "light antigen", serologische Testverfahren wie Immunofluoreszens, Toxoplasmose-Stufen-Diagnostik: Antikörpernachweis IgG und IgM, ISAgA und IgM, IgA und IgE, Reaktion mit Toxoplasma-Antigen (Frenkel) und Isolierung und Identifizierung des Erregers. In besonderen Fällen wird auf die Polymerase-Kettenreaktion aus Fruchtwasser und auf die Bestimmung der IgM-Antikörper aus der Nabelblutschnur zurückgegriffen.
Das Zentrum verfügt über ein Versuchslabor, in dem der Parasit über Inokulation in von natürlicher Infektion freien Versuchsratten isoliert wird. |